Hand aufs Herz: Wie oft hast du dich schon schlecht gefühlt, weil dein Partner dich im Bett berührt und dein inneres System sofort auf „Abwehr“ schaltet? Nicht, weil er ein Arsch ist. Nicht, weil er sich nicht wäscht. Sondern einfach, weil da… nichts ist. Null Komma null Prickeln.
Der erste Gedanke ist meistens eine Katastrophe: „Wenn ich ihn nicht mehr begehre, liebe ich ihn wohl nicht mehr.“
Lass uns diesen Mythos direkt mal beerdigen. Die Wahrheit ist: Du kannst jemanden über alles lieben, ihm blind vertrauen und ihn als deinen besten Freund sehen – und trotzdem trockener sein als die Sahara, sobald er die Schlafzimmertür schließt. Das Phänomen hat einen Namen: Libido-Gap.
In der Psychologie nennen wir das oft das Dilemma zwischen Geborgenheit und Begehren. Wir Menschen brauchen zwei Dinge, die sich leider oft gegenseitig ausschließen:
Wenn eine Beziehung „zu gut“ läuft, passiert etwas Paradoxes. Wir werden eins. Wir sind ein Team, wir funktionieren, wir sind harmonisch. Aber: Erotik braucht Reibung. Erotik braucht das Gefühl, dass der andere noch ein eigenständiges Wesen ist, das man erobern muss. Wer 24/7 wie ein siamesischer Zwilling aneinanderklebt, kann kein Feuer entfachen. Man reibt ja nicht zwei Wattebällchen aneinander, um einen Funken zu erzeugen, sondern zwei harte Steine.
Es klingt verrückt, aber viele Paare leiden unter einem extremen Harmoniebedürfnis. Man streitet nicht, man ist immer einer Meinung, man ist unfassbar nett zueinander. Aber genau diese totale emotionale Verschmelzung tötet die sexuelle Spannung.
Warum? Weil Sex etwas Aggressives, etwas Egoistisches und vor allem etwas Distanziertes hat. Um jemanden zu begehren, muss man ihn aus einer gewissen Entfernung betrachten können. Wenn du nur noch seine „bessere Hälfte“ bist, begehrst du ihn so sehr wie deinen eigenen linken Arm. Und mit dem willst du im Regelfall auch keinen leidenschaftlichen Sex haben.
Merke: Sexuelle Unlust in einer langen Beziehung ist oft kein Zeichen von zu wenig Liebe, sondern von zu viel (erstickender) Nähe.
Wenn du deine Libido steigern willst, fang nicht mit Gleitgel oder teuren Dessous an. Das ist Symptombekämpfung. Wir müssen an die Wurzel.
1. Differenzierung wagen
Fang an, wieder Dinge allein zu machen. Sei nicht nur die „Partnerin von“. Hab eigene Hobbys, eigene Geheimnisse, einen eigenen Raum. Werde wieder ein Individuum. Nur wer sich mal entfernt, kann auch wieder zurückkommen.
2. Weg vom „Funktionieren“
Wenn der Alltag nur noch aus Orga-Listen, Kindern und Wocheneinkauf besteht, hat Lust keine Chance. Lust braucht Zweckfreiheit. Schafft euch Räume, in denen ihr nicht „Eltern“ oder „Haushalts-Manager“ seid.
3. Kommunikation ohne Schuldzuweisung
Der größte Lust-Killer ist der Druck. Sag ihm: „Ich liebe dich, aber mein Körper braucht gerade eine andere Art von Abstand, um dich wieder finden zu können.“ Das ist ehrlich und nimmt den Druck vom „Liebes-Aus“.
Der Libido-Gap ist kein Urteil über eure Beziehungsqualität. Er ist ein Signal deines Systems, dass die Balance zwischen „Wir“ und „Ich“ verrutscht ist.
Kurz gesagt: Liebe braucht Nähe. Begehren braucht Distanz. Hör auf, dich schuldig zu fühlen. Fang an, dich wieder selbst zu entdecken. Der Rest kommt meistens von ganz allein, wenn du dir erlaubst, wieder eine eigenständige Frau (oder ein eigenständiger Mann) zu sein – und nicht nur die harmonische Hälfte eines Paares.
Dein nächster Schritt: Raus aus dem „Funktionieren“, rein in deine lebendige Kraft
Bist du es leid, dich in deiner Beziehung nur noch wie eine Mitbewohnerin oder Haushalts-Managerin zu fühlen? Hast du genug davon, dich schuldig zu fühlen, weil deine Lust irgendwo zwischen Alltagssorgen und Harmonie-Sucht begraben liegt?
In meinem Retreat für Frauen machen wir Schluss mit der Selbstaufgabe. Wir hören auf, es allen anderen recht zu machen, und machen Dich endlich wieder zur Priorität.
In einem geschützten Raum lernst du, wie du dich aus der emotionalen Verschmelzung löst, deine eigenen Grenzen spürst und deinen Selbstwert nachhaltig stärkst. Wir gehen tief: Wir lösen die Blockaden, die dein Begehren deckeln, und verwandeln emotionalen Stress in echte, sexuelle Lebenskraft. Dieses Selbstliebe Retreat ist deine Abkürzung, um wieder bei dir selbst anzukommen – denn nur wer sich selbst spürt, kann auch wieder andere spüren.
Bist du bereit für deine persönliche Transformation?
Dein Warenkorb ist gerade leer!